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Wie setzt die MVB-Schwester eine Priorität?

 


MediVid - mvb Parkinson - ärztliche Videoüberwachung

Warum Prioritäten setzen ?

Die MVB - Parkinsonschwester unterstützt den Neurologen bei seiner Arbeit.
Das Setzen von Prioritäten soll helfen, die Aufmerksamkeit des Arztes auf Videoaufnahmen zu fokussieren, die wirklich wichtig sind.
Im Gegensatz zum Hauptmerkmal macht die Priorität keine Aussage zum Inhalt der Aufnahme.
Der MVB Parkinsonschwester kommt eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit zu.
Ihr geschultes Urteilsvermögen und ihre Zuverlässigkeit sind gefordert.
Durch das Setzen von Prioritäten steuern Sie indirekt, welche Beschwerden des Patienten in den Fokus der Aufmerksamkeit des Neurologen gerückt werden.

Nach welchen Kriterien setzt die MVB - Parkinsonschwester die Prioritäten?

  • Aufnahmen mit dieser Markierung erhalten für den Arzt allerhöchste Priorität.
    Diese Priorität sollte in der Regel gar nicht oder nur sehr selten vergeben werden, z.B. bei
    - ausdrücklicher Bitte des Patienten an den Arzt auf die betreffende Aufnahme Rückmeldung zu geben
    - akut aufgetretener Psychose
    - akinetischer Krise
    - akuten Angst/Panikattacken
    - Fieber, schweren Infekten
    - Verdacht auf allergische Reaktionen
    Wenn sie den Eindruck haben, dass akuter Handlungsbedarf besteht, müssen Sie unbedingt persönlich mit der Praxis zeitnah Kontakt aufnehmen bzw. sicherstellen dass den Arzt Ihre Mitteilung erreicht. Dokumentieren Sie bitte wie sie die Praxis erreicht – Fax /Telefon und wen Sie in der Praxis gesprochen haben.

    Wir bitten Sie aus forensischen Gründen diese Aktivitäten zu dokumentieren.
    Getätigte Anrufe und versandte Faxe werden anhand der Protokolle der Telefonanlage belegt.
  • Therapeutisch relevant bedeutet:
    - Eine Aufnahme mit „knackigem“ Befund, der zum Zeitpunkt des Behandlungsverlaufes charakteristisch oder
    - Für die weitere Behandlung/Kommunikation zwischen Arzt und Patient relevant ist.

    Regeln zum vergeben der Priorität „therapeutisch relevant“:
    - Die Priorität „therapeutisch relevant“ wird immer gemeinsam mit einem Hauptmerkmal vergeben.
    - Der Marker soll sicherstellen, dass relevante Videoaufnahmen bzw. Sachverhalte und Mitteilungen des Patienten, auf die sich der Patient im Gespräch mit dem Arzt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit beziehen wird, dem Arzt angezeigt werden.
    - Bei wiederkehrenden oder persistierenden Befunden ist der Marker nur zu setzen, wenn die Befunde neu oder erstmalig in dieser Woche aufgetreten sind.
    - Die Aufnahme deutlich auf einen komplexeren Sachverhalt hinweist, der in dieser Woche noch nicht markiert wurde.
    - Das fehlende Ansprechen der Medikation im Rahmen einer Resorptionsstörung.
    - Vermehrte/zunehmende Beweglichkeit, 40 min nach Nahrungsaufnahme, obwohl die letzte Einnahme von L-Dopa länger als 90 min zurückliegt.
    - Früh morgendliche Akinesen oder Dystonien
    - Wenn regelmäßig zu einem bestimmten Zeitpunkt des Tages der Patient schlechter als sonst auf die Medikation anspricht. - Dies ist für den Neurologen insofern von Interesse, da in diesem Fällen davon auszugehen ist, dass die Basisspiegel bzw. die Wirkkurven der lang wirksamen Dopaminagonisten abfallen.
  • Diese Kategorie soll wichtige von weniger wichtigen Videoaufnahmen unterscheiden, um die Arbeitszeit des Arztes für Patienten effizienter zu nutzen.
    - Die Aufnahme hat für die weitere Behandlung/Kommunikation zwischen Arzt und Patient nur geringe Relevanz
    - Es zeigt sich ein wiederkehrendes Phänomen, z. B. Wearing off, dass innerhalb der zu betrachtenden Woche schon einmal mit höherer Priorität markiert wurde. Das Betrachten der Aufnahme bringt für den Arzt keine neuen Erkenntnisse.
    - Die Priorität niedrig wird meist ohne Hauptmerkmal vergeben.

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Initiative Gesundheitswitrtschaft Rheinland-Pfalz Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. Berufsverband Deutscher Neurologen