Sehr geehrte Damen und Herren,

heute möchte ich mich endlich bedanken für ihre gute Unterstützung während der 4 Wochen Videobegleitung.
Gleich zu Anfang ein Vorschlag für die nächsten Teilnehmer: nehmen sie sich Zeit für diese 4 Wochen und planen sie nicht zu viel nebenbei.
Es bringt sehr viel Spass, die gewissen Dinge vor der Kamera mitzumachen bzw. zu zeigen, aber es fordert auch einiges von einem, d.h. man beobachtet sich viel und die angegebenen Zeiträume sind gut. Ich hätte sie nicht missen mögen ...

(also ich) die Telefongespräche von Frau Legrand und Schwester Anna haben mir erstens das Gefühl gegeben, dass ich wichtig bin und es interessiert sich jemand für mich und meine Krankheit.
Vieles fällt mir jetzt erst wieder ein und ich versuche es in meinen Alltag umzusetzen, z.B. erwachsene Kinder freuen sich über den Kontakt, aber man sollte sich lieber mit eigenen Dingen beschäftigen. Ich glaube immer alles regeln zu müssen, wünsche mir immer heile Welt, also das ändere ich schon mal.

Und dann gaben sie mir das Gefühl, unendlich Zeit für mich zu haben bei der Tablettenumstellung, die durch die Unverträglichkeit des nicht Originalmedikamentes  doch etwas schwierig für mich war, haben sie mich sehr unterstützt. 
Im Krankenhaus vor 2 Jahren habe ich nach 2 Tagen Einnahme einer neuen Tablette schon eine Umstellung abgebrochen, da mir niemand zuhörte und auch nicht mal nachfragte.
Also ich glaube, etwas Besseres als den MVB gibt es nicht.

zum ersten Mal konnte ich auch zeigen, wie unbeweglich ich mitten in der Nacht war. Wie oft musste ich meinen Mann bitten mich zur Toilette zu begleiten.
Es kostete zwar Überwindung mitten in der Nacht total müde ( zu der Zeit habe ich sehr schlecht geschlafen) von meinem Mann auf den Stuhl gebracht zu werden, aber die Kamera hat mich vor geschulten Mitarbeitern und den Ärzten so gezeigt, wie es mir auch oftmals am Tage erging.
Die neuen Tabletten haben meine Beweglichkeit  sehr verbessert. Ich kann abends länger aufbleiben ohne 1 zusätzliche Tablette.
Ich kann mich im Bett drehen, in der Nacht normal aufstehen und fühle mich auch im Kopf freier.
 Nachdem Frau Dr. Stahl die Stalevo von 5 auf 3 pro Tag reduziert hat, ist auch meine Überbeweglichkeit ziemlich zurück gegangen. Ich hoffe es normalisiert sich in den nächsten Wochen ganz und sonst hat Frau Dr. Stahl sicher eine Lösung für mich. (ich freue mich, dass ich sie aus ihrer Ärzteliste gefunden habe)
Das Atmen, so wie sie es empfehlen, wende ich sehr häufig an, besonders wenn ich mich ruhiger verhalten möchte.
„Ich habe das recht mir Zeit zu nehmen“ wende ich jetzt oft beim Arbeiten mit dem Computer an: Beim Doppelklick zähle ich langsam bis 3 und dann kann ich mit ruhiger Hand den Doppelklick vollenden, ohne das der Zweite verrutscht.



Der Wettkampf beim Schwimmen hat mir am meisten Freude gemacht. Einmal in der Woche einen Wettkampf?
Wie wäre es mit Autorennen? Brummen, Atmen, Lenken, da könnte man sicher etwas Sinnvolles draus machen oder Fussball? Schiesssen oder Torwart sein.
Tooor schreien, ich glaube das könnte befreiend sein.
Na ja, da hat so jeder seine Vorlieben.
Das Angebot der Gymnastik habe ich wenig genutzt. Manchmal mit meiner Enkeltochter (10),der es natürlich nichts ausmachte, die Übungen öfter zu machen, während ich dann schon pausieren musste. Doch der Hauptgrund ist, dass ich an Rehafit - Kursen teilnehme(keine spezielle Parkinsonkrankengymnastik ) und 1 Std. pro Woche an Fitnessgeräten arbeite.
So bin ich sportlich ausgefüllt, Haus und Gartenarbeit noch dazu, also ich arbeite dafür, dass ich nicht im Rollstuhl sitzen muss. Für meine Hände- und Fingerbeweglichkeit stricke ich, mal mühsam, mal besser, aber es hilft.

Also noch einmal vielen Dank für die netten Gespräche, vielen Dank auch den(m) Erfinder und seinen Mitarbeitern.

Ihre ______ _______ ( wenn mir irgendwann mal etwas sinnvolles einfällt, melde ich mich)

P.S.: Für Frau Legrand: danke für die CD.

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