Liebes MVB-Team,

zuerst einmal vielen Dank für Ihre aufmerksame und einfühlsame Betreuung. 
Die videogestützte Parkinsontherapie hat mir insofern sehr geholfen als sie mir bei der Umstellung  der Medikamente eine gewisse Sicherheit vermittelt hat.

Die Aufklärung über die Wirkung des L-Dopa halte ich für gut und sehr wichtig.  Die Tipps zum Training der Stimme mit Hinweisen für Sprechübungen, entspannende Atemübungen,  das Summen von -in meinem  Fall- Wanderliedern beim Gehen ist sehr hilfreich. Ich werde es mir immer wieder ins Gedächtnis  rufen. Das „Wettschwimmen" fand ich lustig.

Falls es Ihnen noch gelingen sollte, die Aufgaben des Tages an den aktuellen Zustand des Patienten  anzupassen, so wäre das optimal.
Da ich von den angebotenen Aufgaben des Tages nur ja nichts verpassen wollte habe versucht nach  Möglichkeit an allem teilzunehmen, was zur Folge hatte, dass ich mich leicht unter Druck gesetzt  fühlte. (Nicht gut bei Parkinson.) 
Falls Sie noch einige gute Vorschläge für eine sinnvolle Ernährung hätten, z.B. ausreichend Vitamin B  o.ä. so fände ich das auch nicht schlecht.

Zu dem heutigen Schreiben „Patienten schreiben für Patienten" fällt mir eine Äußerung ein, die ich  vor einiger Zeit gehört habe, und zwar „Wenn Du nicht mehr tun kannst was Du willst, so musst Du  tun wollen was Du noch kannst". 

D.h. für mich, sich über die Dinge zu freuen die noch möglich sind, wie z.B. das Treffen oder der  Besuch von Freunden und Bekannten, ein Konzert- oder Kinobesuch und wenn möglich auch ein  kleiner Spaziergang, ein schönes Buch lesen, ausgiebige Telefonate zu führen, etwas im Garten zu  werkeln oder was immer einem Freude bereitet. Man sollte sich nicht zurückziehen, auch wenn  einem oft der Sinn danach steht und man sich selbst überwinden muss.  Jeder muss für sich heraus finden, was ihm gut tut und Stress und Aufregung möglichst meiden, was  zugegebenermaßen nicht immer einfach ist. Erzwingen lässt sich nichts mehr, damit erreicht man  nur das Gegenteil. Und man sollte die Hoffnung nicht aufgeben, dass es doch noch eine ganze Weile  gut geht. Frei nach dem „Kölschen Grundgesetz": Et kütt wie et kütt und et hätt noch immer jut  jejange." - Hoffentlich! 

Viele Grüße

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