Reflektion + Evaluation

Zunächst ist es mir sehr schwer gefallen, das „wahre Gesicht“  zu zeigen.  Ich empfand die MVB als „Big Brother“, obwohl ich ja den Zeitpunkt der Aufnahmen bestimmen konnte.

Nachdem ich entschieden hatte, morgens im „Schlabberlook“ und nicht im Schlafanzug vor der Kamera aufzutauchen, wurde ich etwas lockerer und konnte MVB langsam in den Tagesablauf einbinden.

Ich wirkte sehr steif und verkrampft.

Die Mitarbeiter/-innen von MVB und von der Praxis Dr. Lorrain konnten mich durch meine Berufstätigkeit anfangs nicht erreichen. Zunehmend bemerkte ich die hohe Aufmerksamkeit, die nur mir galt (nicht meiner Familie oder der Praxis …. ). Da ich diese Aufmerksamkeit nicht gewohnt war, musste ich mich genauer beobachten, um meinen Zustand zu beschreiben und zu beurteilen. Dann wurde die Medikation verändert mit der Wirkung, dass sich mein Befinden langsam subjektiv und objektiv verbesserte.
Auf den Videos ist eine minimale Verbesserung zu erkennen. Subjektiv habe ich die Verbesserung deutlicher empfunden. Seit MVB fühle ich mich größer, mobiler, lauter und vitaler. Diese Woche war die Administration und der Haushalt erledigt, zwei außerordentliche Termine konnte ich wahrnehmen und ich hatte „time for myself“. In den letzten Monaten war Freizeit für mich ein Fremdwort, da ich so langsam für den Alltag war.
Als Fremdbeurteilung registrierte ich:

  • Ich sei weniger auffällig (Tochter)
  • „Sie sind aber gut drauf“ (Patient, der seit 20 Jahren an M.P. erkrankt ist)
  • Meine Haltung und Gang sei besser, ich würde besser aussehen (Mitarbeiterin)

FAZIT: Die MVB hat mir geholfen, mich genauer zu beobachten, um meinen Zustand zu beschreiben und zu beurteilen. Daraufhin wurden die Medikamente verändert mit dem Resultat, dass sich meine Lebensqualität deutlich verbessert hat.
AUSBLICK: Da ich noch nicht ganz in Balance bin, werde ich den nichtmedikamentösen Therapiebereich nach den Osterferien nutzen und mit einem vierwöchigen LSVT-BIG Training meine Kraft und Kondition verbessern, um in Balance zwischen Arbeit, Haushalt und Freizeit mit „meinem Mitbewohner James“ zu leben. Zur Zeit fühle ich mich noch stark genug, die Praxis zu führen. Ich genieße jeden Tag so zu leben und ich weiß, dass es auch ein Leben ohne Berufstätigkeit gibt.

 

Vielen Dank für die gute Betreuung.

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